Karate:

Karate ist eine Kampfkunst, dessen Ursprünge bis ins 6. Jahrhundert n.Chr. zurückreichen. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Laufe der Zeit eine spezielle Art zur Selbstverteidigung. Diese Kunst gilt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Als Sport ist Karate relativ jung: Erst Anfang des letzten Jahrhunderts entstand in Japan aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk.

Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet "Karate-Do" soviel wie "der Weg der leeren Hand". Im wörtlichen Sinn heißt das: der Karateka ist waffenlos, seine Hand ist leer. Dies hat aber auch einen ethischen Anspruch. Danach soll der Karateka sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um bei allem, was ihm begegnet, angemessen handeln zu können. Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch konkret: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung des Gegners steht an oberster Stelle. 

Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung, Karate eröffnet allen Alters- und Interessengruppen ein breites Betätigungsfeld. Wir bieten in unserem Dojo sowohl die Möglichkeit Karate als Leistungssport zu betreiben und an Wettkämpfen teilzunehmen, als auch klassisch-traditionelles Karate-Do altersgemäß zu trainieren. 

Auch das gesellige Leben kommt in unserer Abteilung natürlich nicht zu kurz.


Die Oberstufe ist mit Eifer bei der Sache

Unsere Stilrichtung ist Shotokan. Diese wurde von Gichin Funakoshi (1869-1958) gegründet. Dessen Schüler Nakayama Masatoshi (1913-1987) entsandte Ochi Hideo nach Deutschland, um hier Karate zu verbreiten. Einer seiner Schüler war Geza Abraham (1947-2003), der im Jahre 1978 das Dojo des TSV Ingolstadt Nord gründete und bis zu seinem Tod leitete. Dessen unmittelbare Schüler waren die Dan-Träger unseres Dojos, die sowohl bei Ihm, als auch bei seinem Nachfolger Josef Ries (5. DAN) in die Lehre gingen. Neben Shotokan werden auch Trainingselemente aus dem Shorin Ryu Seibukan unterrichtet. Dieses sehr alte Okinawa-Karate hat seine Ursprünge im Tomari-Te, eine Kampfkunst, die über Südindien nach China und dann nach Okinawa kam. In der jüngeren Geschichte spielen hier zwei Personen eine wichtige Rolle: Chotoku Kyan (1870-1945) u. sein Schüler Zenryo Shimabukuro (1909-1969). Letzterer baute 1962 ein eigenes Dojo und nannte es "Seibukan" (Schule der heiligen Kunst). Sein Sohn Zenpo Shimabukuro hat die Tradition weitergeführt und ist heute Großmeister der Intern. Shorin-Ryu Seibukan Karate Association. 


Jamal Measara, 8. Dan Shorin Ryu Karate, hat diese Stilrichtung seit 1980 in Europa aufgebaut und unterrichtet heute in seinem Honbu-Dojo in Kehlheim auch Kobudo und Aikido. Dieser außergewöhnliche Mann zählt heute zu den höchst geachteten Karateka weltweit. Für unseren Sensei Manfred Wild ist es stets eine Ehre bei Ihm in Kehlheim zu trainieren und sein Wissen an uns weiter zu geben.

srs 

 

  Abzeichen des Shorin Ryu Seibukan

Kihon / Grundschule

ObbMstschft 2012

Trotz unseres erst 10-jährigen Bestehens, belegen unsere Wettkämpfer Jahr für Jahr beste Platzierungen auf Oberbayerischen und Bayerischen Meisterschaften und haben sich mehrfach für Deutsche Meisterschaften qualifiziert.

Kind

 

 

 

 

 

 

Tobi