Kobudo:

Die traditionelle Waffenkunst wurde in Okinawa im 11. Jahrhundert von verschiedenen asiatischen Ländern eingeführt. Manchmal wird diese auch "Kobujitsu" genannt. In der heutigen Zeit hat sich aber der Name "Kobudo", der "Weg der alten Kampfkunst", etabliert.

Kobudo ist so alt wie die Menschheit selbst. Die genaue Zeit oder das Herkunftsland zu bestimmen, von dem die einzelnen Waffen, wie z.B. das Schwert, der Bo oder die Tonfa eingeführt wurden, ist nicht mit Bestimmtheit möglich, da diese Waffen in ihren Ländern unterschiedliche Namen trugen. Im 15. Jahrhundert war das Tragen von Waffen sowie der Handel mit ihnen den Bewohnern der Ryu-Kyu Inseln strengstens verboten. So waren sie schutzlos den Übergriffen vagabundierender Ronin oder den Angriffen von Piraten ausgeliefert. Dies war sicher ein Grund, warum die Kobudo-Waffen aus den alltäglichen Werkzeugen der Bauern und Fischer entstanden (z.B. Bo zum Tragen von Lasten, Nunchaku als Dreschflegel, Eku als Ruder der Fischer usw.). Auf Okinawa gehörte seit jeher zum Erlernen der waffenlosen Künste auch der Umgang mit den Waffen. Die Meister dort vertreten die Meinung, dass Karate und Kobudo untrennbar miteinander verbunden sind, weil die Waffentechnik die Karate-Technik stärkt und dabei hilft, die unterschiedlichen Abstände zum Gegner besser einschätzen und koordinieren zu können. Ein altes asiatisches Sprichwort sagt: "Ein Karateka ohne Kobudo-Kenntnisse ist wie ein Baum, der keine Früchte trägt".


Einige Waffen des Kobudo

Beim Kobudo gab es ursprünglich nie eine Stilrichtung, so wie es sie beim Karate gibt. Kobudo wird immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Waffe genannt, wie z.B. Bo-Jutsu (Stab-Kunst), Sai-Jutsu (Sai-Kunst) usw. Dazu kommt noch der Name des Dojos oder Verbandes. Inzwischen gibt es eine ganze Menge Stilrichtungen, die entweder nach den jeweiligen Namen der Lehrer benannt sind oder nach Techniken der einzelnen Katas. Das Bestreben des heutigen KOKUSAI OKINAWA KOBUDO KYOKAI gilt der Erhaltung und Verbreitung des unverfälschten, traditionellen Kobudo wie es die alten Meister entwickelten und lehrten. Yabiku Moden gründete 1925 den Ryu-Kyu-Kobujutsu-Verband. Sein berühmtester Schüler war Shinken Taira, der die Katas neu ordnete und nach den Meistern bezeichnete, die diese schufen. Katsuyoshi Kanei (1941-1993) gründete das JINBUKAN KOBUDO Dojo und fügte den Katas eine Grundschule hinzu, so dass der Anfänger die teilweise schwierigen Techniken isoliert üben kann. Dieser lernte sowohl unter Shinken Taira als auch unter Shinpo Matayoshi und war der direkte Trainer von Jamal Measara.   


Shihan Jamal Measara, 7. Dan Kobudo, gilt weltweit als anerkannter Experte der Okinawa Kampfkünste und brachte das JINBUKAN KOBUDO nach Europa. Er hält die direkte Verbindung zum Weltverband des Kobudo auf Okinawa. Zusammen mit Sensei Katsuyoshi Kanei gründete er den KOBUDO-Weltverband (INTERNATIONAL OKINAWAN KOBUDO KYOKAI). Unser Sensei Manfred Wild ist sein unmittelbarer Schüler, trainiert bei ihm so oft er kann und lehrt uns diese Kunst weiter.

Kobudo1 

 

Abzeichen Jinbukan Kobudo

Bo Lehrgang mit Perras 2008

Shihan Measara und Sensei Wild

Das Bild links zeigt Shihan Measara und unseren Sensei Wild im Honbu Dojo Kehlheim.
Das Bild unten zeigt den Gründer des Jinbukan - Kobudo Katsuyoshi Kanei (9. Dan) 

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